Zum Jahreswechsel berichtet die Asahi Shimbun über die wachsende Unzufriedenheit junger Deutscher mit der Regierung Merz. Exemplarisch für den aufkommenden Generationenkonflikt stehen die Rentenreform, die als zunehmende Belastung für jüngere Erwerbstätige wahrgenommen wird sowie die am gleichen Tag wie das Rentenpaket im Bundestag beschlossene Wiedereinsetzung des Wehrdiensts. Professorin Gabriele Vogt ordnet in diesem Beitrag ein, dass sich junge Menschen stärker zur Leistung verpflichtet fühlen – durch Steuern, Rentenbeiträge und einen möglichen Militärdienst – ohne dafür klare Gegenleistungen zu erkennen, da das Vertrauen in die Sozialsysteme des Landes bereits erodiert. Diese Unzufriedenheit übersetzt sich in vielen alternden liberalen Demokratien derzeit in Stimmgewinne für Parteien an den politischen Ränder, gerade was das Wahlverhalten der Jungen betrifft.
「親の世代より豊かではない」描けぬ未来、若者がドイツ政権に抗議
[“Wir sind nicht so wohlhabend wie unsere Elterngeneration” Eine Zukunft, die sie sich nicht ausmalen können. Die Jungen klagen Deutschlands Politik an.] (von Kazuo Teranishi). In: Asahi Shimbun (online seit: 2025/12/28).
Weitere Debattenbeiträge zum Thema sind über die Webseite des DFG-geförderten Forschungsprojekts “Demography and Democracy: How Population Aging Alters Democracy – The Case of Japan” zugänglich. Ein Team von Forschenden am Lehrstuhl von Professorin Gabriele Vogt befasst sich u.a. mit Partizipation und Repräsentation junger Japaner:innen in der alternden Demokratie des Landes.