In der vergangenen Woche hatten wir das große Vergnügen, drei geschätzte Kolleg:innen der Universität Tokyo an der LMU München begrüßen zu dürfen: Kenneth Mori McElwain (Politikwissenschaftler), Kikuko Nagayoshi (Soziologin) und Takeshi Fujitani (Rechtswissenschaftler).
Im Mittelpunkt unseres wissenschaftlichen Austauschs standen Fragen zum modernen Steuerstaat und zur Fiskalpolitik sowie zu den politischen Folgen des demografischen Wandels. Diskutiert wurden unter anderem generationenspezifische Unterschiede in politischen Prioritäten und bei politischer Partizipation, sich wandelnde Einstellungen zu Migration sowie weitere politische Handlungsoptionen vor dem Hintergrund des Arbeitskräftemangels.
Unsere Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts Demography and Democracy: Policy Challenges in Aging Societies wurde durch die großzügige Förderung des LMU-Tōdai Cooperation in the Sciences Program 2026 ermöglicht.
Wir sind dankbar für die Möglichkeit, die langjährige Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Universitäten weiter zu vertiefen und neue Kooperationen innerhalb unserer Forschungsgruppen und darüber hinaus anzustoßen. Die gemeinsame Woche war geprägt von intensiver Arbeit an wissenschaftlichen Manuskripten und Drittmittelanträgen, der Betreuung von Promovierenden sowie dem Austausch mit einer breiteren Öffentlichkeit im Rahmen unseres Workshops Can rapidly ageing societies achieve social and intergenerational justice? Perspectives from Germany and Japan.
🔗 Workshop-Programm: https://www.kw.lmu.de/japan/de/aktuelles/veranstaltungsuebersicht/veranstaltung/workshop-546be1e9.html
🔗 Workshop-Bericht auf der Seite des Japanischen Generalkonsulats München: https://www.muenchen.de.emb-japan.go.jp/itpr_ja/Workshop_LMU-Todai.html
Der Workshop wurde gemeinsam mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekt (DFG-Projektnummer 510553228) Demography and Democracy: How Population Aging Alters Democracy – The Case of Japan veranstaltet.
🔗 Projektwebseite:
https://www.kw.lmu.de/japan/de/forschung/demography-and-democracy-how-population-aging-alters-democracy-the-case-of-japan/
Auch außerhalb des wissenschaftlichen Programms bot sich die Gelegenheit, zentrale Orte demokratischen Engagements in München kennenzulernen. Besuche bei der DenkStätte Weiße Rose, im Bellevue di Monaco und im Münchner Rathaus ermöglichten eindrucksvolle Einblicke in historische und gegenwärtige Formen politischer Partizipation und zivilgesellschaftlichen Engagements. Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die uns diese Begegnungen ermöglicht haben.
Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus allen, die diese Woche wissenschaftlich, organisatorisch und finanziell unterstützt und zum Gelingen unserer Veranstaltungen beigetragen haben. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit bereits in rund drei Monaten in Tokio fortzusetzen.